Der Vater Jakob Denners brachte Ende des 17. Jahrhunderts den damals neuen Typ der hochbarocken Flöte von Frankreich in seine Heimatstadt Nürnberg und inspirierte dieses Zentrum des Blasinstrumentenbaus damit zu einer neuen Blüte. Von ihm sind erstaunlich viele Bassblockflöten erhalten, an denen sich sehr gut die Entwicklung des spätbarocken Flötenbaus nachvollziehen lässt.
Die Vorlage für dieses Instrument befindet sich heute im Berliner Musikinstrumentenmuseum, wo ich Gelegenheit hatte, es genauestens auszumessen. Trotz starker Beschädigung kann man auf den Klang des Instruments schließen, der dunkel und kräftig gewesen sein muss, mit deutlicher, etwas "klackender", Ansprache.
Mit nur einer Fußklappe ist das Instrument verständlicherweise nur geeignet für Spieler mit nicht allzu kleinen Händen.
Die Bassblockflöte ist lieferbar in 415 Hz und wahlweise in originaler oder moderner ("englischer") Griffweise (ohne Doppellöcher). Sie ist ausgestattet mit einer Fußklappe, Kappe und Anblasrohr, kann jedoch selbstverständlich auch direkt angeblasen werden
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